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Mops Bismark
Mops Bismark
Mops Bismark

Bilderbuchhund Hagbard (ehemals Bismarck) berichtet:
„Unser erster Urlaub“ im August 2013

Am Hundestrand in Boltenhagen an der schönen Ostsee verbrachten wir unseren ersten Urlaub.
Drei Wochen zuvor hatte ich Hagbard aus dem Tierheim Zollstock mitnehmen dürfen.
Hagbard kam im Mai ins Tierheim Köln Zollstock, im Juni als ich dort nach einem kleinen Hund schaute, verliebte ich mich sofort in seine großen Augen. Mir fiel direkt auf, dass er nicht ganz gesund war. Nach vielen Besuchen, Spaziergängen und Gesprächen mit den Mitarbeitern und Tierärzten, die sich in dieser Zeit sehr liebevoll und gewissenhaft um seine Gesundheit bemühten, konnte ich im Juli den kleinen fröhlichen Mops mit nach Hause nehmen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Tierheim Zollstock und besonders bei Fr. Dr. Holland bedanken.
Nach der ersten Eingewöhnungszeit verreisten wir gemeinsam in meine Heimat nach Mecklenburg.
An einem späten Nachmittag am Hundestrand in Boltenhagen, erlebte ich Hagbard gemeinsam mit
anderen Hunden frei und fröhlich spielend am Meer, es war eine Freude das zu beobachten. Mit
seinem neuen Mopsfreund Hugo aus Sachsen erkundete er den Strand. Die beiden waren unzertrennlich. Hugos Familie war sehr nett und so genossen wir gemeinsam diese innige und fröhliche Bekanntschaft unserer Hunde. Der Abschied am Abend fiel allen schwer. Doch es bleibt eine schöne Erinnerung und gewiss fahren wir dieses Jahr wieder nach Boltenhagen an den Hundestrand und wer weiss, vielleicht treffen wir ja auf Hugo.
Liebe Grüße von Hagbard (ehemals Bismarck)


leo
leo

Ein Plädoyer für die Aufnahme einer alten Katze

Nun hatte ich, Leo, doch noch ein paar wunderschöne Jahre. DEN Treffer hatte ich gelandet mit
meinem neuen Zuhause.
Ich möchte mich bei den Menschen bedanken, die mir so viel Liebe geschenkt haben, sodass meine innerlichen Wunden geheilt wurden. Ich bin 19 Jahre alt geworden!!!!!
Ihr ahnt es sicher………ich schreibe in der Vergangenheit, denn ich habe den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht, gerüstet mit der Zuversicht, dass wir uns alle einmal wiedersehen werden.
So bin ich gegangen, mein letztes Bild an meinem Todestag 10.11.2014 Und DAS ist der Anfang meiner Geschichte, der Beginn unserer großen Liebe.
Meine Aufnahme im Tierheim: Man schrieb das Jahr 2006, als ich der Freiheit ade sagen musste, in dem ich ins TH kam. In einem Schrebergarten war ich „gefunden“ worden. Man munkelte so etwas wie dort ausgesetzt von den Leuten, die mich dann im TH abgaben. Daran erinnere ich mich.
Eine schlimme Zeit begann für mich. Ich war so frustriert und sauer, dass ich überhaupt keinen
Kontakt wollte, war richtig stinkig und angriffslustig (siehe Bild oben rechts).
Unter dem Motto: Wenn ihr mir zu nahe kommt, springe ich euch ins Gesicht. Nur SIE, die mich später zu sich holte, ließ sich nicht beirren. Wann immer sie ihre Arbeitstage im Tierheim hatte, besuchte sie mich. Sie redete mit mir, sang mir viele Lieder vor, die „Mundorgel“, wie sie sagte, rauf und runter. War hübsch und seeehr beruhigend. Hätte ich natürlich nie zugegeben, und selbstverständlich blieb ich verborgen hinter Tüchern, oder, wie auf dem Bild, in einer Box. Doch NICHT mit Blickkontakt. Oh nein…Hatte ich mich in eine Box verkrochen, zog ich mir immer wieder ein Kissen vor meinen Körper. Das hat sie „unter Lebensgefahr“ für das Foto weggezogen. Ihr hättet mein Fauchen, Zischen und Spucken hören sollen.
So ging das in dem Stil mehr als 2 Jahre weiter. Zwischendurch wechselte ich die Gehege. Kam mit keinem der dort wohnenden Kumpel in freundlichen Kontakt. Wenn mich einer von ihnen bedrängte,
zog ich in den Außenbereich und verkroch mich in einem Außenkratzbaum. Im Winter war das mächtig kalt. Aber auch hier hat SIE es mir so erträglich wie möglich gestaltet. Ein einziges Mal hat sich jemand für mich interessiert. Doch wer erwärmt sich schon wirklich für „schwierige“ Katzen?
Ich beschloss, mich aufzugeben.Und wieder war SIE mein Schutzengel. Sie hatte mit IHM besprochen, mir ein/ihr Zuhause zu schenken, denn ER ist auch sehr nett, obwohl ich keine Männer mag, Angst vor ihnen und ihrer Stimme habe/hatte.
Trotz aller Bedenken, dass ich SCHEINBAR Einzelkatze sein wollte, alle Zeit der Welt bräuchte, mich einzugewöhnen und in neue Menschen Vertrauen zu investieren, kam es ganz anders!!!!!
Tag 1) Sie hatte mir bei sich Zuhause in ihrem Zimmer eine Höhle gebaut, in die ich mich bei der Ankunft verkroch. Die Zimmertüre blieb anfangs zu, denn der Kontakt zu weiteren !!! Katzenbewohnern!!! sollte erst später erfolgen.
Wir, (SIE, das Katzenklo, gefüllter Freß- und Trinknapf) blieben erst einmal „unter uns“.
Tag 2) Sie saß am PC in „unserem“ Zimmer. Ich beschloss, etwas zu unternehmen. Also schlich ich aus meinem Versteck zu ihr hin, richtete mich auf den Hinterbeinen auf und klopfte mit meinen Pfoten auf ihre Oberschenkel. So signalisierte ich: „Heh, ich bin da, bitte streicheln“. Sie setzte sich, mich genau im Blick, auf den Boden, die Hände verschränkt unter den Achseln…….
Von nun an waren wir dicke Freunde.
Ich durfte bei ihr im Bett schlafen und ihren Schlaf bewachen.
Ich herzte und „küsste“ sie, ließ mich verwöhnen und gab ihr Liebe pur zurück. „Böse Katze“?
…..NIEMALS!!!!
Meine Seele atmete ein und aus: Glück ein und alte Traumata aus.
Auch mit meinen Mitbewohnern kam ich klar. (Auf dem Foto waren wir gerade NUR zu Dritt)
Wir hatten viel Platz, konnten uns aus dem Weg gehen, wenn es angebracht schien. Wir gewöhnten uns aneinander. Nach angemessener Eingewöhnung wurde auch ich Freigänger. Ich stromerte
rum in dem weitläufigen Außengebiet, war glücklich und guter Dinge.
Meine Schoß- und Schmusestunden forderte ich täglich ein und genoss sie mit Wonne. Man hätte
mich, wenn es nach mir gegangen wäre, auf ihrem Schoss festkleben können.
Unser Sessel: Auch ER ließ mich spüren, dass ich willkommen war.
Es kam vor, dass manchmal einer aus unserer Katzengruppe „ging“. Es kam ein Neuer hinzu.
Nach kurzer Zeit wuchs die Gruppe wieder zusammen.
Ich konnte lange mit den Anderen mithalten, bis eines Tages doch meine Kraft weniger wurde und
langsam zu Ende ging.
Ich hatte fast 7 glückliche Jahre bei ihnen und konnte meinen letzten Atemzug in meinem Zuhause AUF IHREM SCHOSS machen.
Mein Körper ruht im Garten. Ich habe meinen Schmuseplüschknochen in meinen Armen. Meine Seele schaut „von oben“, achtet auf sie und wartet…
Brigitte Barcz


Coco
Coco

Coco, die Gelbstirnamazone

Über das Internet wurden wir darauf aufmerksam, dass Coco, eine Gelbstirnamazone, im Tierheim auf ein liebevolles neues Zuhause wartete.
Die Mitarbeiter des Tierheims erklärten uns die Vorgeschichte des 25-jährigen ehemaligen Wildfangs, der nicht mehr ausgewildert werden konnte und seinen Vorbesitzer durch seine Anhänglichkeit und Verschmustheit überfordert hatte. Der arme Coco hatte sich aus Verzweiflung gezupft – von dem prachtvollen Gefieder war nicht mehr viel übrig geblieben.
Nachdem wir ihn vorab im Tierheim in seiner Einzelvoliere besucht hatten und er die Kontaktaufnahme mit Zublinzeln freundlich erwiderte, baten wir noch um eine kurze Bedenkzeit, in der der gute Kerl schon für uns reserviert wurde.
Nach familiärer Besprechung und den Arbeiten im Haus für ein möglichst artgerechtes neues Heim für Coco, holten wir ihn am 02.02.2015 zu uns.
Er war am Anfang sehr aufgeregt, nahm zwar Futter und Getränke sofort an, beobachtete das häusliche Geschehen auch sehr interessiert, strafte aber jeden weiteren Annäherungsversuch in der ersten Woche mit einem empfindlich schmerzhaften Schnabelhieb. Bei Freiflug, der täglich angeboten wurde, ging er nur über das Dach der Voliere.
Doch er rupfte sich keine Federn mehr aus und suchte dann täglich mehr den Kontakt zu uns.
Er nahm zunächst das Essen aus der Hand, neigte dann das Köpfchen, wenn er im Käfig war und ließ sich gerne kraulen, suchte dann auch die Umgebung um den Käfig herum ab und ist inzwischen ein total verschmuster Kerl, der am liebsten auf der Schulter hockt, sich liebend gerne kraulen und streicheln lässt und anfängt zu betteln, wenn jemand am Essen ist.
Die Federn die er sich in seinen unglücklichen Zeiten ausgerissen hatte, fangen an nach zu wachsen.
Er ist nicht gerne alleine – wir denken, es wird für ihn wohl auch gut sein, wenn er ein passendes Weibchen seiner Art für immer bei sich hätte.
Auf alle Fälle sind wir sehr glücklich über unseren gefiederten Freund und haben den Eindruck, dass er sich auch darüber freut, eine ganze Familie zu haben, die ihn liebt, bespasst und füttert.
Mit vielem Dank an das Team des Tierheims Köln Zollstock,
Claudia Pasch


Momotaro und Basquiat
Momotaro und Basquiat
Momotaro und Basquiat

Unsere Titelbild(erbuch)-Kater Basquiat und Momotaro

Zur Eingewöhnung der beiden Tierheim-Katzen in unserer Familie:
Während Basquiat von Beginn an sehr zutraulich war und früh den Kontakt zu uns gesucht hat, brauchte Momotaro einige Zeit zur Eingewöhnung. Die ersten zwei bis drei Tage hat er fast ausschließlich in Lauerstellung unter dem Sofa verbracht. Es dauerte jedoch nicht lange bis auch er aufgetaut ist und Vertrauen in sein neues Umfeld gefunden hat. So kam es, dass wir nach ungefähr einer Woche zum ersten Mal Zeuge davon werden durften, wie die beiden (vermutlichen) Brüder zusammen auf der Fensterbank kuschelten und sich gegenseitig das Fell putzten. Seither wurde es von Tag zu Tag schöner mit den beiden, sie sind wirklich sehr liebenswerte Kater. Indem wir unsere Terrasse katzensicher gemacht haben konnten wir den beiden ein zusätzliches Territorium bieten, was sie zunächst sehr schüchtern begutachteten, mittlerweile aber in vollen Zügen genießen. (Fotos anbei) Heute sind wir extrem glücklich mit den beiden und wollen uns gar nicht vorstellen wie der Alltag ohne sie aussehen würde. Wir verbringen viel Zeit zu viert auf dem Sofa oder spielend in der Wohnung und auf der Terrasse.

Viele Grüße von “der anderen Seite” des Volksgartens
Johannes und Charlotte

Mittlerweile gibt es schon eine ganze Reihe wunderschöner Fotos von den beiden Katern, da der neue Halter Johannes Höhn als freiberuflicher Fotograf die beiden natürlich in sehr schönen Momenten festgehalten hat. (www.pangeaprod.de)
Herzlichen Dank für das tolle Titelbild unserer Vereinszeitung!


Abby
Abby
Abby

Abby - oder wie man zu einem tollen Hund kommt

Da ich schon seit langem wieder einen Hund wollte, habe ich meinen Mann davon überzeugt, dass wir eigentlich unbedingt einen brauchen.
Also wir bekommen einen Hund. Doch jetzt gingen die Überlegungen los, wie soll der Hund sein und aussehen?
Er sollte kurzes Fell haben, damit nicht immer alles voller Haare ist.
Er sollte nicht so klein sein und natürlich sportlich, damit man öfter vom Sofa geholt wird.
Er sollte auf jeden Fall Stöckchen und Bällchen holen.
Er sollte Kinder und unsere Vögel mögen.
Aber das wichtigste war er sollte aus dem Tierheim sein.

Jetzt ging die Suche auf den Internetseiten der Tierheime los.
Ich habe dann im Tierheim Köln Zollstock einen schönen Hund gefunden.
Spike sollte es werden!

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Köln.
Spike war bereits vergeben. Also schauten wir uns alle Hunde an und überlegten welcher für uns der Richtige sein könnte. Frau Klein stellte dann die entscheidende Frage:
„Was für einen Hund“ suchen Sie denn? Und mein Mann antwortete dass wir einen Hund möchten der nicht so schnell zu vermitteln ist. Frau Klein lächelte und sagt: „ABBY.“

Da standen wir nun vor einem Zwinger und schauten uns die kleine Hundedame an. Sollte sie die Richtige sein??? Na ja, sie war schon etwas kleiner als ich mir das vorgestellt hatte und sportlich ist auch anders, aber sie hatte kurzes Fell. Schnell war die Entscheidung gefallen: „Wir nehmen Abby!“

Kurze Zeit später durften wir sie auf Probe mit nach Hause nehmen.

Jetzt komme ich nochmal darauf zurück wie unser Hund sein sollte:

1. Kurzes Fell wegen der Haare. Kurzes Fell hat Abby, aber sie ist wie ein Weihnachtsbaum nach den Feiertagen: Überall wo sie geht und steht rieselt es.
2. Na ja wirklich groß ist Abby nicht, aber für uns ist sie die Größte.
3. Sportlich ist sie, wenn man sie erstmal vom Sofa geholt hat, man sollte es mit dem Sport aber auch nicht übertreiben. Außerdem kann Auto fahren ja auch Sport sein.
4. Abby holt gerne Bällchen und Stöckchen, aber nur solange sie Lust dazu hat. Hat sie keine Lust mehr, versteckt sie zuerst den Ball und dann sich.
5. Sie mag Kinder für ihr leben gern und freut sich wenn unsere Nichten zu Besuch kommen. Die Vögel sind für Abby in Ordnung, wenn sie nicht zu sehr nerven.

Aber das Wichtigste von allem ist, Abby ist ein toller Hund.
Abby geht mit ins Büro und findet es da mindestens so gemütlich wie zu Hause.
Sie lässt sich super gerne von Christian verwöhnen und macht mit Alex die schönsten Selfies.
Sie sieht gern fern, wenn das Sofa frei ist und hört gern coole Musik. Abschließend kann man sagen: „Abby macht die ganze Familie glücklich und wir hoffen dass wir ihr noch lange ein schönes Zuhause geben können.“

Liebe Grüße und vielen Dank
Familie Groob und Abby


Hinz
Hinz
Hinz

Darf ich mich vorstellen?
Mein Name ist Hinz, einfach nur Hinz.

Mein geschätztes Alter – auch wenn man nicht gerne darüber spricht – ca. 22 Jahre.
Ich gehöre zur Gattung der Nymphensittiche und sehe ziemlich gerupft aus… aber bitte, bedenkt
mein Alter. Auch ich bin Bewohner des Evangelischen Altenzentrums am Michaelsberg und das schon verdammt lange – mein ganzes Leben weile ich schon unter Euch.
Groß geworden – besser gesagt „alt geworden“ bin ich im Pflegebereich 1. Dort habe ich mit meinem
Partner Kunz gute und schlechte Zeiten erlebt – wie jeder von Euch auch in seinem Leben.
Am 12.12.2013 sind wir dann aus dem Pflegebereich 1 in Richtung Speisesaal gezogen. Ein tierliebender Mensch hat uns eine Voliere gespendet, damit wir ausreichend Platz haben. Glücklicherweise gibt es auch Menschen, die uns mit Futter versorgen und unsere Voliere sauber halten. Nett wie mein Partner und ich sind, haben wir nie einen Angriff auf diese Menschen gestartet wenn dieser unsere Entleerungen beseitigt.
Leider fing das Jahr 2014 nicht berauschend für uns an. Diese Silvester-Knallerei hat uns einige Nerven gekostet und meinem Partner Kunz ging es auch immer schlechter.
Am 14.01.2014 ist dann der Alptraum passiert. Kunz wurde abgeholt. Ein Mensch nahm ihn mit zum Tierarzt in der Hoffnung – alles würde gut. Leider war dem nicht so. Kunz wurde im stolzen Alter von ca. 26 Jahren eingeschläfert. Meine Trauer war groß. In der Voliere kam ich mir sehr verloren vor, mein Rufen wurde nicht gehört – ich war alleine. Klar, wurde mir von den Menschen erzählt ich bekäme einen neuen Partner … aber reden kann man viel. Die Nacht auf den 15.01.2014 war schlimm. Einsam und alleine. Morgens beim Aufstehen – immer noch alleine. Ich habe gerufen und gerufen, aber
KEINER hat geantwortet. Ich war traurig. Dann – 15.05 Uhr – einer „meiner“ Menschen kam.
Mit einem Karton. Die Käfigtüre öffnete sich und der Karton wurde hereingehoben. Ich rief – der
Karton antwortete. Ich drehte mein Köpfchen und da sah ich ihn – Jacko!
Ich dachte, was für ein komischer Name aber WER ist Jacko? Männlein – Weiblein? Wer soll das denn
wissen? War mir aber auch egal! Hauptsache Gesellschaft. Innerlich freute ich mich – aber auch
wirklich NUR innerlich. In meiner kurzen Freude nicht mehr alleine zu sein, geschah das Unglaubliche. Jacko hatte die Dreistigkeit den Karton zu verlassen und „meinen“ Käfig
zu erkunden. Und das auch noch kletternd. Ist er ein Bergsteiger? Freikletterer? Ich wusste es nicht. Nachdem die Voliere einmal umrundet wurde verweilte er an MEINER Futterstange – ist das die Möglichkeit. Ich war entsetzt! Im Nachhinein sogar total überfordert mit soviel
Elan, den Jacko an den Tag legte. Höflich aber bestimmt habe ich klargestellt, WER
die älteren Rechte in der Voliere hat, indem ich Jacko „verfolgt“ habe. Ich bin ja schon groß und
kann fliegen!!!
Unter uns – eigentlich find ich Jacko ganz nett – aber das muss ich ihm ja nicht sagen.
Wenn ihr wollt, halte ich Euch auf dem Laufenden, was so passiert.
Euer Hinz


Arthos

Kleine Geschichte zu Arthos

Ich heiße Sylvana Liethen und wohne in Leverkusen. Meine Geschichte erzählt von Kater Arthos,
geschätzt 10 Jahre alt. Ich habe mich mein Leben lang nach einem Tier gesehnt, doch leider war
es mir aus verschiedenen Gründen bisher nicht möglich gewesen, ein Tier zu adoptieren. Inzwischen
lebe ich schon länger in einer eigenen Wohnung und eines Tages brach der Wunsch wieder
heraus. Viele Menschen holen sich Welpen vom Bauernhof, doch ich wollte einem Tier aus einem
Tierheim ein zu Hause geben. Ich fuhr in verschiedene Tierheime und schaute mich gemeinsam mit
meinem Freund eine Zeit lang um und machte mir Gedanken über das Leben mit einer Katze. Irgendwann kam der große Tag. Am 2. April 2014 kamen wir ins Tierheim in Köln-Zollstock und lernten Arthos kennen.
Ich habe mich sofort verliebt und zu meinem Glück konnten wir Arthos sofort mitnehmen.
Ich war voller Glücksgefühle und freute mich riesig über das neue Familienmitglied. Arthos
tastete sich vorsichtig an sein neues zu Hause heran und war anfangs noch recht ängstlich. Doch
schon nach einer Woche wurde er neugierig und beschnupperte mich. Seinen Kratzbaum mit zwei
Häuschen liebt er abgöttisch und als Willkommensgeschenk hat er zwei Spielmäuschen bekommen.
In den wenigen Wochen ist er mir schon unglaublich ans Herz gewachsen. Er ist ein ganz lieber
und verschmuster Kater. Inzwischen schläft er auch schon gerne bei uns auf der Couch und erkundet
recht viel die Wohnung und den Balkon. Ein Glück und eine Liebe, die sich gegenseitig halten.
Sylvana Liethen


Clifford
Clifford

Die beste Entscheidung meines Lebens

Bald 5 Jahre ist es nun her, dass ich „Clifford“ (im Tierheim auch liebevoll „Kläfford“ genannt) zum ersten Mal im Tierheim Zollstock gesehen habe.
Damals stand er in seinem Auslauf und kläffte unentwegt und ohne offensichtlichen Grund. Dieses
Bild hat sich so in meinem Kopf festgesetzt, dass es mir vorkommt wie gestern, als ich ihn dort sah. Jedenfalls lies mich der Gedanke nicht mehr los, Clifford zu adoptieren, was ich dann auch im November 2009 tat. Da er zu diesem Zeitpunkt schon ca. 14 Jahre alt war, hatte ich mir gedacht, ihm einfach noch einen schönen Lebensabend zu bereiten. Ich hatte mich aber darauf eingestellt, dass unsere gemeinsame Zeit wohl nicht von langer Dauer sein würde.
Zu Hause angekommen, benannte ich Clifford um in „Strolch“, da dieser Name meiner Meinung nach
besser zu ihm passte und ein Kläffer sollte er ja nun nicht mehr sein. Zu Beginn wirkte Strolch oft abwesend.
Auf Spaziergängen wirkte er immer gehetzt und auf der Suche, Blickkontakt seinerseits gab es kaum. Er reagierte schreckhaft auf plötzliche Bewegungen und zeigte sowohl auf Spaziergängen, als auch zu Hause, dass er sich den Namen Kläfford verdient hatte. Das ging aber nur wenige Tage so und schon bald begann er anzukommen.
Er kam zur Ruhe, schlief ruhig (zuvor wollte er immer hinter mir her laufen) und hörte auf zu kläffen.
Sein anfängliches „Stressgesicht“ entspannte sich. Auch das Erbrechen bekam ich nach einiger
Zeit und vielen Futteränderungen in den Griff. Mit jedem Tag begann Strolch mehr und mehr sein
neues Leben zu genießen. Er liebt bis heute lange Spaziergänge (er schafft immer noch eine Stunde
durch den Wald, ohne Probleme) und danach lange Ruhepausen in seinem Lieblingskörbchen. Er ist
der verschmusteste Hund den ich kenne und immer freundlich zu allen Menschen die er trifft. Er läuft problemlos ohne Leine – leider ist er mittlerweile etwas taub geworden, aber auf die Pfeife hört er noch immer. Er liebt „seinen“ Garten und inspiziert diesen täglich 2–3 Mal, denn Ordnung ist in seinem Leben ganz wichtig. Für Kaustangen macht er alles!
Autofahren liebt er ebenfalls und schaut sich seine Umgebung ganz genau an – er ist immer interessiert an allem neuen. Auch auf der Insel Juist war er bereits mit im Urlaub und ist wie ein junger Hund am Strand entlang getobt – diesen Sommer wird er uns wieder in den Urlaub begleiten, denn ein Urlaub ohne ihn ist mittlerweile unvorstellbar!
Gesundheitlich gibt es ein paar Kleinigkeiten, mit denen wir aber gut zurechtkommen. Seit ich
Strolch habe, hat er sehr schlechte Zähne. Mehrere Tierärzte versicherten mir, dass ich ihm die Zähne nicht mehr machen lassen solle, da er einfach zu alt sei. Das Risiko der Narkose sei zu groß. Strolchs Zähne wurden aber immer schlechter und er nahm nicht mehr gerne sein Spielzeug auf (er liebt es seine Kuscheltiere durch die Gegend zu schleppen und zu schleudern). Daraufhin entschloss ich mich im Dezember 2013, dass ich das Risiko jetzt eingehen muss, denn sonst hätte Strolch auch kein schönes Leben mehr, mit solchen Schmerzen an den Zähnen! Nach einem intensiven Herz- und Lungencheckin einer Tierklinik, wurden Strolch dann die Zähne saniert – 6 Stück mussten leider gezogen werden. Was soll ich sagen, die Narkose hat er weggesteckt wie ein junger Hund! Bereits nach 30 Minuten wollte er aufstehen und bloß schnell raus aus der Klinik. Ich war so dankbar, hatte ich doch zitternd im Wartezimmer der Klinik die Minuten gezählt. Zu Hause wollte er sofort fressen und spielen, was ich ihm ja leider noch verbieten musste.
Insgesamt hat er es super überstanden und kann seit dem wieder problemlos alles in den Fang nehmen!
Für seine mittlerweile 20(!) Jahre, ist Strolch wahnsinnig fit! Er hat vor 1,5 Jahren Spondylose
und Arthrose diagnostiziert bekommen und sollte angeblich den Rest seines Lebens mit Schmerzmitteln
verbringen. Diese verträgt er aber vom Magen her sehr schlecht, weshalb er nun phytotherapeutisch
eingestellt ist und regelmäßig Akupunktur bekommt, was ihm beides sehr gut tut. Schmerzmittel
braucht er aktuell überhaupt nicht – er rennt durch den Wald und springt mit Vorliebe immer noch an
Frauchen und Herrchen hoch, wenn diese sich umarmen (er muss immer in der Mitte sein, dann ist
er zufrieden und ruhig :-). Ich habe das Gefühl, er wird immer jünger, anstatt älter! Auch vom Kopf
her ist er völlig klar. Er will alles sehen, riechen und mitmachen – er ist einfach immer dabei! Beim Kochen möchte er an jeder Zutat einmal riechen und bei den Dingen die er mag (diverse Obst- und Gemüsesorten) auch gerne mal probieren. Beruflich habe ich mich selbst vor einem Jahr neu orientiert und studiere Teilzeit Tierheilpraktiker und arbeite den Rest des Tages selbstständig als Verhaltensberaterin für Tiere und deren Menschen. Ab und an betreue ich auch Hunde von Kunden. Strolch ist hierbei ein großartiger Helfer! Er liebt seine Hundefreunde alle (besonders natürlich die Damen) und passt zu Hause immer auf, dass niemand gemobbt wird. Ist das der Fall, so geht er bellend dazwischen.
Mehr machen als das musste er noch nie, denn erstaunlicherweise hat er eine natürliche Autorität
und die meisten Hunde machen genau das was er will. Er hat also sowohl seine Menschen, als
auch seine Hundefreunde im Griff :-)
Von seiner ganzen Körpersprache, seiner Art und seinem Wesen, konnte ich so viel lernen – ich bin
ihm und dem Tierheim sehr dankbar, dass Sie mir diesen tollen Hund vermittelt haben. Strolch
bringt mich jeden Tag zum Lachen und ich liebe unsere Spaziergänge und unsere Schmuseorgien.
Er hat sich wirklich in mein Herz geschlichen und wird dort für immer bleiben. Was passieren wird,
wenn es ihn mal nicht mehr gibt, mag ich mir gar nicht vorstellen. Ich vertraue hier einfach meiner
Akupunkturlehrerin die sagte: „Mit diesem Akupunkturkonzept wird der noch 30 Jahre alt“ :-) Das
wäre ein Traum! Strolch ist m(ein) Traumhund und mein bester Freund. Ich kann nur jedem raten, einem älteren Hund aus dem Tierheim eine Chance zu geben. Man bekommt so wahnsinnig viel zurück
und wie man sieht, kann man mit ein bisschen Glück auch noch sehr viel Zeit gemeinsam haben!
Von Langeweile keine Spur, aber ruhige Momente sind auch möglich – was mit einem Welpen schon
wieder anders aussieht. Erziehen muss man kaum mehr etwas und durch Flegelphasen sind die älteren
Semester durch. Meiner Meinung nach ist es wirklich ein riesiges Geschenk, einem älteren Tier
ein schönes Zuhause zu geben. Ich bereue es keine Sekunde und würde es immer wieder so machen!
Es war die beste Entscheidung meines Lebens.
Ich hoffe, dass Strolch sein Leben noch eine weitere Ewigkeit genießen kann.
Julia Recker


Jill und Jerome

Lilo (Jill) und Stitch (Gerome)

Hallo liebes Tierheim-Team,
auch wenn es lange gedauert hat, hier ein Bild von Jill & Gerome (jetzt Lilo & Stitch genannt). Die beiden haben sich gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt und haben nichts von ihrem großen Appetit verloren. Seit einigen Tagen sind die beiden wieder aus ihrem Winterschlaf erwacht und müssen einiges an Kuscheleinheiten nachholen!
Liebe Grüße Sina & Martin


Lee
Lee
Lee

Hallo liebes Tierheim Köln-Zollstock,

Hallo Frau Sans,
das neue Jahr hat gut für mich begonnen: Ich habe nach meinem Auftritt in der Sendung „Tiere suchen
ein Zuhause“ vom 5. Januar ein solches in Wachtberg gefunden. Da ich ja versprochen habe, mich zu melden, habe ich jetzt endlich die Zeit für eine E-mail gefunden.
Bis jetzt gab es ja auch ganz schön viel zu tun für mich: Erst einmal der aufregende Umzug
in der engen Transportbox (fand ich nicht so toll und hab ich auch lautstark verkündet!), die Erkundung meines neuen Zuhauses, das Erziehen meines neuen Hauspersonals, ich musste ein neues Revier erkunden und und und…
Aber mal ganz von vorne: Ich habe eigentlich schon am ersten Abend gemerkt, dass ich mich hier wohlfühlen könnte und habe meinen neuen Lieblingsplatz auf der Couch in Beschlag genommen. Meine
beiden Neubesitzer (naja – Katzen haben ja eher Personal, sagt man…) waren auch ein wenig aufgeregt (die hatten bislang ja eher Hunde), ich konnte sie aber schnell mit einer ersten Kuschelattacke beruhigen, dass soweit erstmal alles in Ordnung für mich war.
Futtertechnisch war man sich wohl auch noch nicht so ganz einig, was mir passen könnte, inzwischen
haben sie aber begriffen, dass morgens und abends ein Löffelchen Nassfutter (THUNFISCH!!!) zu dem Trockenfutter nicht schaden kann. Da soweit alles zu meiner Zufriedenheit funktionierte, war auch die sofortige Benutzung der Katzentoilette kein Problem für mich. Mein Personal hatte etwas Sorge, dass ich an ihrem ersten Arbeitstag (wo ich also den Tag über alleine war), die gute Laune verlieren könnte und unsauber werden (guuut, da gab es ja die Geschichten aus meiner Vergangenheit…), aber ich hätte ihnen gleich sagen können, dass das unnötig ist: Ich fühl mich
wohl hier. Und wo sich ein Lee wohl fühlt, da hält er auch die Hütte sauber .
Dann ging‘s an das Thema „Freigang“. Es wurde gegoogelt, wann der richtige Zeitpunkt sei, es wurde diskutiert, es wurde überlegt: Im Internet hieß es von „sofort“ über „sobald sich die Katze heimisch fühlt“ bis hin zu „mindestens drei Monate drinnen lassen“ oder gar „Katzen gar nicht rauslassen, viel zu gefährlich“. Mein Frauchen (man erinnere sich, bisher hauptsächlich Hundebesitzerin) merkte einerseits, dass ich gerne mal ins neue Revier wollte, traute sich aber doch nicht ganz, mich einfach so vor die Tür zu setzen.
Also kam die typische ehemalige-Hundebesitzer-Lösung:
Ich wurde in ein Katzengeschirr gesteckt. Toll. Ganz im Ernst: War mir schon ziemlich lästig,
Frauchen an einer Zehn-Meter-Paketkordel-an-das-Katzengeschirr-gebunden hinter mir zu wissen. Und ein wenig peinlich war das auch. Ich bin ja kein Katzenkind mehr, sondern ein erfahrener Kater!! Das hat sie dann zum Glück auch ziemlich schnell verstanden und nach zwei Wochen durfte ich dann alleine raus.
Ich brauch ja keine stundenlangen Wanderungen mehr, so zwanzig Minuten einmal durch mein Revier schlendern (allerdings NUR in der Dämmerung, bin halt ne richtige Katze!), zwei-, dreimal am Abend und einmal morgens nach dem Rechten sehen, das reicht. Danach setze ich mich dann meistens erstmal vor den für mich in Gang gesetzten Kaminofen und lasse mir das Fell wärmen.
Danach hüpfe ich dann gerne bei einem meiner Mitbewohner auf den Schoß und lasse mich verwöhnen. Das halte ich stundenlang durch – meinen Mitbewohnern schlafen dabei schon mal diverse Körperteile ein weil sie sich nicht trauen, sich zu bewegen. Süß, die beiden!
Letzte Woche war dann meine bislang größte Prüfung:
Es gab eine Feier! Es wurde ganz schön voll in meinem neuen Heim, ganz viele und vor allem fremde Leute – aber ich wäre nicht Lee, der Tiefenentspannte, wenn mich das gestört hätte! Frauchen
und Herrchen waren mächtig stolz, weil ich mich mal ganz unaufgeregt von allen habe durchkrabbeln lassen- und dann einfach schlafen gegangen bin.
So, das war‘s erstmal. Wie ich hörte, wurde auch mein Leasingvertrag vorzeitig aufgelöst. Das finde
ich gut, denn ich werde wohl nicht mehr zurückkommen, in meine Box bei euch!
Danke nochmals für diese wunderbare Vermittlung, ich bekomme ständig gesagt, nach dem weltbesten
Hund (meine Vorgängerin) habe man nun den weltbesten Kater gefunden!!
Euer
Kater Lee


Hudson
Hudson

Zuhause gefunden...
Hudsons Geschichte

Liebe Leser,
am 04.12.2011 hat mich die Feuerwehr nachts ins Tierheim Köln-Zollstock gebracht. Ich war ein Fundhund, also ich bin entweder irgendwie ausgebüxt und nicht abgeholt oder ausgesetzt worden. Zehn
Jahre war ich, ein Schäferhund-Husky-Mix, da alt.
Ich dachte mir, prima, hier gibt’s Futter und Hund kommt regelmäßig raus zum Gassigehen, und vor
allem findet Hund von hier aus ein schönes Zuhause.
Pustekuchen… obwohl ich mich als recht unproblematischer Hund zeigte, wartete ich bis zum 19.12.2013 auf mein Zuhause.
Irgendwie war ich den Leuten zu alt, oder die Umstände passten nicht, in die 5. Etage ohne Aufzug sollte ich in dem Alter nun auch nicht mehr ziehen.
OK, zugegeben, im Zwinger hab ich mich nicht wirklich gut präsentiert. Aber ich hatte Glück im Unglück, denn fast von Anfang an hatte ich eine feste Ausführerin und Bezugsperson, die wirklich täglich zu den Ausführzeiten von Montag bis Samstag kam und mit mir spazieren ging, egal welche Zeitnot sie hatte! Ab November 2012 ging dann noch eine andere Ausführerin regelmäßig mit mir raus, und am 14.02.2013 (ha! Am Valentinstag!) hielt sie hier im Tierheim um meine Pfote an und nahm mich als Patenhund. Nun kam ich sogar sonntags raus und machte oft schöne, lange Ausflüge.
Irgendwann durfte ich dann an den meisten Tagen der Woche bei ihr schlafen und bin sogar mit
ihr auf einen Kurzurlaub in Holland am Meer gewesen.
Leider konnte sie mich nicht fest übernehmen. Es gab immer wieder mal Interessenten, aber es passte halt leider nie.
Dann, am 08.12.2013, wendete sich das Blatt: Ich wurde als Notfall in der Sendung „Tiere suchen ein
Zuhause“ vorgestellt. Denn meine Lebensuhr tickte, und 2 Jahre Tierheim reichten nun langsam. Drei
Leute riefen für mich an, und meine Patin hatte vonAnfang an eine Favoritin: eine Dame aus Trier mit ebenerdiger Wohnung und Garten. Da kam ich dann auch hin! Am Tag meiner Vermittlung habe ich beim letzten Spaziergang mit meiner Patin leider im Park Giftköder gefressen. Ab zum Tierarzt, Kotzspritze bekommen… Aber die Dame blieb tiefenentspannt und nahm mich mit. Noch während der Fahrt nachhause, nach Trier, rief sie ihre Tierärztin an, da ich im Auto krampfte und schrie. Ich bekam Infusionen und wurde gepäppelt. Silvester verbrachte ich mit meinem Frauchen dann bei ihrer Tochter in Lugano, und mittlerweile habe ich Trier erobert. Alles meins!!! Ich bin ganz schön frech geworden.
Aber ich hole Dank meinem lieben Frauchen alles nach, was mir in meinem Leben wohl gefehlt hat:
Ich bekomme viele Streicheleinheiten, habe an der Mosel und im Wald viel Auslauf und bekomme sogar oft leckeres selbstgekochtes Futter. Neben dem Ofen im Wohnzimmer habe ich mir meinen festen Platz eingerichtet, das ist herrlich. Mein Frauchen geht mit mir zur Physiotherapie, wo ich im Wasserbad auf einem Laufband laufe, damit meine Hüftdysplasie im Zaum gehalten wird. Zusätzliche bekomme ich bei Bedarf Spritzen. Ich werde rund um die Uhr verwöhnt, liebe mein Frauchen über alles
und darf einen glücklichen Lebensabend verbringen.
Das entschädigt für vieles, ich bin unendlich froh, dass es Menschen gibt, die auch alte Tiere
aufnehmen und sie in Würde und mit Liebe ihren Lebensabend genießen lassen.
Glückliches Wau aus Trier,
Hudson


Schlappi

Kaninchen Schlappi...

… fühlt sich wohl in seinem neuen Zuhause. Er ist supernaseweis, erkundet vorsichtig die komplette Wohnung und hat einen exklusiven Geschmack:
Für Dill und glatte Petersilie lässt er alles stehen und liegen, Petersilienwurzeln und Möhrchen gehören aber ebenfalls zu seinen Leibspeisen.
Meistens weiß sich Schlappi zu benehmen, manchmal überkommt es ihn aber doch und er wird zum „Attackier-Kaninchen“.
Glücklicherweise beißt er aber nicht zu :-) Er startet lediglich einen Angriff auf meine Hand und knurrt richtig, was ich in meiner 20jährigen Kaninchenerfahrung so auch noch nicht erlebt habe. Das Beste was man dann machen kann: ihm aus dem Weg gehen. Meist beruhigt er sich binnen ein paar Minuten, kommt dann wieder an gehoppelt und reibt sein Kinn über meinen Finger.
Ihm seine Medikamente (Herztropfen) zu verabreichen war in den ersten Tagen ein Abenteuer. Ihn
hochzunehmen geht gar nicht. Der zappelt ohne Ende, ganz egal wie man ihn hält, und wird dann fuchsteufelswild. Da das meiner Meinung nach seinem Herzen nicht gut tun kann und der Eingewöhnung
hier nicht förderlich ist, gebe ich ihm seine Tropfen zusammen mit einem ganz kleinen Stückchen
zermatschter Banane. Das mag er gern und es ist total unkompliziert.
Schlappi heißt jetzt übrigens Mr. Hobbs, das passt einfach besser! Ich freue mich sehr über den kleinen Kerl und hoffe, dass aus dem Probevertrag ein endgültiger Vertrag wird.
Viele liebe Grüße an das Tierheimteam
Svenja Alexandra Bender


Sam
Sam
Sam

Fröhliche Adventsgrüße von Sam

Liebe Tierheim-Mitarbeiter/innen,
Sam und ich wünschen allen eine fröhliche Adventszeit und ein hoffentlich warmes, liebevolles Zuhause für ein besinnliches Weihnachtsfest. Uns beiden geht es zusammen hervorragend. Wir wünschen uns zu Weihnachten, dass möglichst viele Tiere und Menschen solch ein Glück erleben dürfen, wie es uns miteinander zu Teil wurde.
Wir sind sehr dankbar dafür.
Alles Gute
Sam & Theresa


Kara
Kara
Kara

Totgesagte leben länger!

So gerne möchte ich auch einmal in der Zeitung stehen und ich denke als Ex-Bewohnerin von eurem Tierheim habe ich auch das Recht dazu. Ich kam ja unter ziemlich dramatischen Umständen zu euch, meine Ex-Besitzer hatten einfach nicht die finanziellen Mittel, um meine schwere Herzkrankheit und noch diverse andere „Baustellen“ behandeln zu lassen. So landete ich, die zuckersüße French Bully-
Maus Kara, gerade mal ein Jahr alt, todkrank bei euch im Tierheim. Ihr habt mich auf den Kopf gestellt, sämtliche Untersuchungen hab ich klanglos über mich ergehen lassen und dann kam dabei heraus, dass meine Lebenserwartung nicht mehr allzu hoch ist, ohja ich seh noch heute all die traurigen Gesichter vor mir ….. aber hey mit den Medis fühl ich mich doch eigentlich den Umständen entsprechend gut.
Klar war also, dass der Tierheimaufenthalt so schnell wie möglich beendet werden musste und so zog ich also in eine Pflegestelle „aufs Land“ nach Gummersbach. Hier fühl ich mich pudelwohl, ach nee falsch, bullywohl. Meinen Hundekumpels, die alle drei Köppe größer sind als ich, hab ich direkt
mal gezeigt, wo der Frosch die Locken hat und so sind wir vom ersten Tag an bestens miteinander ausgekommen. Bei meinen Pflegeeltern hatte ich wohl zuerst den vollen Mitleidsbonus, was sich aber ziemlich schnell gelegt hat…war auch ganz schön nervig: nein, Kara lauf nicht so schnell, nein, Kara du überanstrengst dich – mehr brauch ich wohl nicht zu sagen…
Sie haben ziemlich schnell begriffen, dass ich trotz meiner Krankheit ein ganz normaler junger Hund bin, und auch wenn meine Zeit hier auf Erden nur ziemlich begrenzt ist, genieße ich doch jeden
Tag. Es gibt so viel zu entdecken, soviel Streicheleinheiten einzufordern, soviel Schlabber Küsschen zu verteilen, und schließlich hab ich ja auch noch meinen Bürojob wo ich von Frauchens Mitarbeitern jede Menge Leckerlis abstauben muss. Es ist schon ein tolles Gefühl so geliebt und umsorgt zu werden, und auch wenn die Zeit nur kurz ist.
Eure Kara


Tinchen und Struppi
Tinchen und Struppi

Tinchen und Struppi im Glück!

Seit den Herbstferien 2014 hat unsere Familie Zuwachs bekommen: zwei süße graue Kaninchen aus dem Tierheim-Zollstock freuen sich über ein neues Zuhause mit einem doppelstöckigen Stall und einem großen Außengehege.
Die beiden waren schon im Tierheim besonders harmonisch und lieb miteinander und sind nun in ihrem neuen Zuhause sehr glücklich. Schmusend und sich gegenseitig putzend, kuscheln sie sich den größten Teil des Tages aneinander.
Unser Sohn versorgt seine Kaninchen liebevoll und ist ganz verliebt in die beiden. In den Herbstferien hat er die Kaninchen seinen Freunden vorgestellt und alle waren genauso begeistert von den beiden Schmusehäschen wie wir. Inzwischen hat sein Freund sogar bei einem Besuch schon einmal Möhren und Löwenzahn für die Kaninchen als Geschenk mitgebracht.
Herzlichen Dank an das Nagerteam um Herrn Lessing für die Vermittlung von Tinchen und Struppi!
Familie Schmitz


Lina
Lina
Lina

… wie wir auf den Hund gekommen sind

Endlich 2011 in Rente, machte ich mich auf, ein Ehrenamt „an der frischen Luft“ zu finden. Es fand
sich im Tierheim Zollstock, indem ich mich als Hunde-Gassigeherin anmeldete. Gar nicht so einfach,
zuerst galt es mal die Sachkundeprüfung nach dem Landeshundegesetz zu schaffen, aber dann gab es kein „Halten“ mehr, und zweimal in der Woche war ich vormittags mit unterschiedlichen Hunden im Vorgebirgspark.
Schon nach kurzer Zeit fiel mir ein kleiner brauner Fuchs ins Auge, in den ich mich schon nach dem
ersten Ausflug verliebte. Mein Mann und ich hatten nicht vor, einen eigenen Hund aufzunehmen, und als Lina, das Harzer Füchschen, dann vermittelt wurde, war ich froh, in keine Zwangslage zu kommen. Nach drei Tagen war Lina wieder zurück im Tierheim. Ich freute mich, obwohl es mir leid tat, dass die Vermittlung nicht geklappt hatte.
Mein Angebot an die Tierheimleitung, Lina als Pflegehund mit zu finanzieren wurde abgelehnt, da ihre Vermittlungschancen noch groß wären.
Brav machten wir weiter unsere Spaziergänge, Lina benahm sich an der Leine richtig gediegen und kannte auch einige Grundkommandos wie „Sitz“ und „Platz“. Dann wurde der Hund erneut vermittelt, und ich erweiterte mein Repertoire im Tierheim und mistete die Ziegen und Hühner … Dann war Lina aber wieder da, und jetzt war mir klar:
Lina bleibt bei uns. Es war nicht einfach, meinen Mann zu überreden, aber auch er war ein bisschen in den Harzer Fuchs verschossen.
Ganz schnell wurde uns klar, warum Lina von den anderen Vermittlungen wieder zurückgekommen war. So brav sie sich im Haus, in der Stadt, im Lokal oder im Auto zeigte – als Hütehund setzte sie alle ihre Energie ein, mich und meinen Mann beim Gassigehen zu beschützen: Das sah dann so aus, dass sie Mensch und Tier, die uns entgegenkamen anfiel, anbellte und, wenn die sich bewegten, in die Hose kniff. Der Erfolg in der Hundeschule und auch das Bestehen der Begleithundprüfung nützte nichts. Im freien Feld wurde Lina unsere Hüterin wie beschrieben.
Gottseidank gibt es viele Hundeschulen, und als wir beim Experten für Hütehunde gelandet waren und Hilfestellung bekamen, wie Lina von uns beim Ausgang beschäftigt werden kann, und damit die Erfahrung machte, dass wir die Regeln fürs Hüten bestimmen, wurde es Jahr für Jahr besser.
Wir haben ein Pferd, und dank der Geduld der Stallbesitzer, durften wir Lina dort frei laufen lassen, mit dem Ergebnis, dass sie sich zur Hüterin des Stalles aufschwang und anfangs alles anbellte was in den Stall kam. Es sieht nicht ungefährlich aus, wenn Lina ihre Zähne zeigt! Auch das hat sich inzwischen erledigt, und Lina hat sich zu einer begeisterten Sportlerin entwickelt.