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Revierleiterin / Ansprechpartnerin

Frau E. Sans
e.sans@tierheim-koeln-zollstock.de

Simba

Tier ID654_Ü_21
RasseEKH
Alterca. 2012
Farbetricolor
Geschlechtweiblich (vermutlich kastriert)
Chipja
getestetja

Besondere Anmerkung

Vor langer Zeit war Simba eine Abgabe. Dann Rücknahme aus 2014 und aus zwei Folgevermittlungen. Simba sollte Freigang haben.

Meine Geschichte

Ich bin Simba. Vielleicht erinnern sich einige Menschen an mich, wenn sie mit dem Tierheim und ihren Insassen etwas vertraut sind. Es ist eine LANGE Geschichte, die ihr über mich lesen könnt.

Dieses WAR und IST meine Geschichte:
Nein, es hat nicht sein sollen. SCHON WIEDER NICHT. Ich musste schon wieder gehen.......
DAMALS war es nicht meine „kratzbürstige“ Art, sondern ein scheinbares Dominanzverhalten. Ich ließ den Menschen in ihrem eigenen Haus nicht den Vortritt, stellte mich ihnen in den Weg mit der Körperhaltung: „Bis hier her und nicht weiter“ IN IHRER EIGENEN WOHNUNG!!!! WAS hatte ich mir dabei gedacht?

Mein Mensch, mit dem ich DAMALS länger und gerne zusammen war, hatte aufgeschrieben, wie er mich in der Zeit unseres Zusammenseins erlebt hat.
SEINE WORTE über mich:
„Simba war zweieinhalb Jahre bei mir. Sie ist dominant, neugierig und spielt sehr gerne. Mit Dominanz meine ich „die Katze
wohnt nicht bei Dir, sondern bei sich“.
Beim streicheln und schmusen kann es sein, dass, wenn sie keine Lust mehr hat, anfängt zu schlagen. Dabei vergisst sie
manchmal, dass die Krallen noch draußen sind.
Simba ist neugierig. Sie „hängt“ ihr Näschen überall rein. Beim Kochen springt sie einem auf die Schulter und lässt sich auch
gerne so durch die Wohnung tragen. Vor Wasser hat Simba auch keine Angst. Es ist sogar Vorsicht beim Geschirrspülen
angesagt, sonst liegt sie im Becken.
Egal ob teures Spielzeug oder nur ein Schnürsenkel, die Katze spielt mit allem.
Unser Lieblingsspiel war Kronkorken werfen, die Katze brachte sie zurück wie ein Hund.
Man darf Simba zu nichts zwingen sonst überreagiert sie schnell.
Sie hatte bei mir keinen Freigang. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sie diesen braucht. Kann sie selbst entscheiden, wann sie raus kann, findet sie das Glück, dass sie schon lange verdient hat.*

Dieses WAR meine Geschichte und JETZT geht sie WEITER !!!!!!!:

Nun die Gründe meiner ERNEUTEN Abgabe. Meine liebe Menschenfrau, bei der ich sooo gerne lebte, sagte über mich:

*Simba habe ich sie nie genannt, sie hört auf den Namen "Miez" oder einfach Katze.
Ihre Attacken kamen immer unberechenbar aus dem Nichts, doch meine Vermutung ist, dass sie immer nur aus Angst angreift
und besonders auf Lautstärke reagiert (z.B. wenn vor meinem Garten Kinder laut geschrien haben.)
Dann greift sie gerne den am nächsten stehenden Menschen an. Bei den Attacken habe ich dann damit die beste
Erfahrung gemacht, mich nicht zu bewegen und einfach still zu sein, weil sie sich dann am ehesten und schnellsten wieder
loskrallt.
Allerdings dauert es sehr lange, bis sie sich dann wieder beruhigt hat, denn bei jeder kleinsten Bewegung möchte sie
erneut angreifen, knurrt etc. Wenn man ihren Namen sagt, beruhigt sie das schneller.
Abhilfe konnte auch eine Wassersprühflasche schaffen, um sie dann auf Abstand zu halten, das mag sie gar nicht.
Sie wird gerne gebürstet und trinkt gerne am laufenden Wasserhahn

Die Vermutung aus der Erfahrung:
Grundsätzlich braucht die Katze eigentlich permanent jemanden bei sich, der ihr viel Aufmerksamkeit schenkt und Streicheleinheiten gibt.
Je öfter sie allein ist, desto größer die Gefahr eines Angriffs, das ist jedenfalls auch eine Vermutung.
Vertrauen aufzubauen ist auf jeden Fall möglich, schließt einen Angriff aber leider trotzdem nicht aus.*

Es scheint schon eine Herausforderung zu sein, MIT MIR, SIMBA, zurecht zu kommen. Ich bin auf keinen Fall eine „Böse“, aber ich bin „speziell“, wenn ich es so ausdrücken darf. Da nützt kein Schönreden. Aber auch ICH habe Sehnsucht nach den Streichelhänden, nach Schutz und einem Heimatgefühl. Klar, das kann mir natürlich auch schnell wieder lästig sein…..DA sollte man mich schon beobachten, meine Signale, die ich auf jeden Fall gebe, lesen können und auf keinen Fall mich Angst spüren lassen und Rückzieher machen.
Schaut mal bei den schönen Bildern, WIE belesen ich auch bin........

Und ich denke für MICH WIEDER einmal, WAS hat das Schicksal nur mit mir vor, dass ich meinen Platz nicht finden darf?
Ob ich je wieder NOCH eine neue Chance geschenkt bekomme und jemals ankommen darf?
Hier im TH wohne ich nun im Abenteuerland. Da gibt es auch einen Außenbereich zum Erkunden. DAS hebt meine Stimmung.....endlich....